GDL-Jugend

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Was tut die JAV?

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) überwacht die Einhaltung der Gesetze und Tarifverträge für junge Arbeitnehmer und Auszubildende. Sie ist zusammen mit dem Betriebsrat (BR) unabhängiger Ansprechpartner für Probleme, die in der Berufsausbildung auftreten und in wesentlichen Punkten an deren Lösung beteiligt. Sie gibt auch Empfehlungen bei Übernahme der Auszubildenden in ein Arbeitsverhältnis.

Wer kann die JAV wählen?

Alle Arbeitnehmer, die am Tag der Wahl das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, und Auszubildende, die am Wahltag das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Wer kann gewählt werden?
Kandidieren darf jeder, der am Wahltag das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Die JAV ist eine Einrichtung, welche die Belange der jungen Mitarbeiter vertritt. Sie ist dabei rechtlich nicht selbstständig, sondern sie ist Partner des Betriebsrates in allen Fragen, die ihren Zuständigkeitsbereich betreffen. Die allgemeinen Aufgaben der JAV sind in § 70 BetrVG enthalten. Demnach hat sie Maßnahmen, die den von ihr vertretenen Mitarbeitern dienen, beim Betriebsrat zu beantragen. Hierzu zählen vor allem Fragen der Berufsausbildung:

  • Antrag auf Anschaffung bestimmter Lehrmittel
  • Vorschläge zum Ausbildungsablauf
  • Qualität der Ausbildung usw.
  • darüber wachen, dass die zugunsten der jungen Beschäftigten geltenden Gesetze, Verordnungen, Vorschriften und Tarifverträge eingehalten werden
  • Überprüfung der Einhaltung von Arbeitszeitvorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG)
  • Anregungen entgegenzunehmen und, falls sie berechtigt sind, beim Betriebsrat auf Erledigung hinzuwirken.
  • Vorschläge zur Urlaubsabwicklung, zur Ausbildungsorganisation usw.

Das Aufgabengebiet erstreckt sich somit auf sämtliche Tätigkeitsbereiche, die für jugendliche bzw. zu ihrer Berufsausbildung beschäftigte Mitarbeiter von Bedeutung sind. Die Durchführung dieser Aufgaben erfolgt dabei über den Betriebsrat, nicht in direkter Verhandlung mit dem Arbeitgeber.

Welche Beschäftigten werden von der JAV vertreten?

Die JAV vertritt (gem. § 60 (1) BetrVG) die Belange der Mitarbeiter, welche das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (also Jugendliche im Sinne des Jugendschutzgesetzes); das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die zu ihrer beruflichen Ausbildung beschäftigt werden.

Unter dem Begriff "zu ihrer Ausbildung beschäftigt" versteht man dabei nicht nur Azubi im klassischen Sinn, sondern alle Mitarbeiter, deren Arbeitsvertrag den Sinn hat, berufsbezogene Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln. Dies sind z. B. Volontäre, Praktikanten, Umschüler etc.

Nicht unter diesen Begriff fallen Mitarbeiter, welche eine Verwendungsausbildung absolvieren, oder Schüler, die lediglich ein kurzzeitiges Berufsvorbereitungspraktikum absolvieren (so genannte "Schnupperlehre").

Wie kommen unsere JAV'is zu ihrem Fachwissen über Tarifverträge und Gesetze?

Den Mitgliedern der JAV stehen, laut Gesetz, Schulungen zu. Der Bildungsträger der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die BBuK GmbH bietet unter anderem Seminare für Jugend- und Auszubildendenvertretungen an. In den Schulungen vermitteln Referenten fundiertes Fachwissen für die tägliche JAV-Arbeit.
Wie auch für die Azubis, steht auch hier die praxisnahe Themenvermittlung für uns im Vordergrund. Denn eine gute Ausbildung ist der Grundstein für ein fundiertes Fach- und Hintergrundwissen im Berufsleben.

Für Fragen steht Dir die Bundesjugendleitung gerne zur Verfügung.


Weitere Links und Infos
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