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RegioTram

„Zu wenig, zu spät“

GDL Aktuell - Aushang Report - 02.06.2017

Am 24. Mai 2017 fand in Kassel die zweite Verhandlungsrunde zum Tarifwerk der RegioTram Gesellschaft mbH (RTG) statt. Zu diesem Termin wurde der Entwurf des neuen Tarifvertrages inklusive der Rahmenregelungen für das Zugpersonal (ZugTV RTG) komplett durchgearbeitet. Zudem wurden dem Arbeitgeber die Regelungen eingehend erläutert und Verständnisfragen geklärt.

Die RTG teilte daraufhin mit, dass sie weiteren Erläuterungsbedarf hat – insbesondere im Bereich der Betriebsplanung bezogen auf die neuen Planungsparameter. Dieses Bedürfnis wird die GDL am 13. Juli im Rahmen einer Sondierung stillen. Am darauf folgenden Tag wird es dann die dritte Verhandlungsrunde geben, die sich mit den Entgeltkomponenten befassen wird.

Ein wenig Bewegung war indes zu erkennen, denn der Arbeitgeber bot in einem ersten Angebot folgende Entgeltkomponenten an: So soll ab Februar 2017 rückwirkend eine 2,5-prozentige allgemeine Entgelterhöhung erfolgen. Zum 1. Januar 2019 und 2020 sollen dann die Strukturschritte 1 und 2 zur Anwendung kommen. Hierbei sollen – so der Arbeitgeber – gegebenenfalls noch bestehende Besitzstände voll gegengerechnet werden. Dazu soll dann im September 2019 eine allgemeine Entgelterhöhung in Höhe von 1,8 Prozent erfolgen. Das Thema Überleitung der Zugbegleiter ist weiterhin offen, scheint aber lösbar.

Kurzum – das Angebot der RTG lässt sich mit den Worten „Zu wenig, zu spät“ wohl am besten beschreiben. Dabei ist eine Laufzeit bis Ende 2019 durchaus denkbar, nur eben nicht mit den vorgenannten Inhalten. Das Inkrafttreten der strukturellen Verbesserungen für Lokomotivführer und Zugbegleiter erst im Jahr 2019 sowie Höhe und Zeitpunkt der allgemeinen Entgelterhöhung sind nicht akzeptabel. Da wird die RTG noch etwas nachlegen müssen. Die GDL ist aber sicher, auf dem Verhandlungswege weiter voranzukommen.

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